Zuallererst: „Die richtige Haltung“ beim Sitzen gibt es nicht (1). Du bringst deine eigenen Voraussetzungen mit – Körpermaße, Gewohnheiten, Trainingszustand. So individuell wie dein Aussehen ist auch die Art, wie du dich bewegst oder sitzt.
Laut dem DKV-Report aus dem Jahr 2025 (2) sitzt eine erwachsene Person ca. 10 Stunden pro Werktag. Männer sitzen dabei mit 10,5 Stunden pro Werktag, 30 Minuten länger als Frauen.
Sitzen an sich ist aber nicht das eigentliche Problem. Viel entscheidender ist dein genereller Lebensstil – also wie oft und wie vielfältig du dich bewegst.
Die WHO empfiehlt (3) Erwachsenen (18–64 Jahre) pro Woche mindestens:
Zusätzlich solltest du an mindestens zwei Tagen pro Woche Krafttraining für alle großen Muskelgruppen einbauen, um deine Gesundheit nachhaltig zu fördern.
Wenn du eine überwiegend sitzende Tätigkeit hast, dann wechsle regelmäßig deine Position und nutze bewusste Bewegungspausen.
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass eine bestimmte Sitzposition mehr Schmerzen verursacht als eine andere (1). Wenn du 10 Stunden kerzengerade sitzt, wird sich dein Körper ähnlich anfühlen wie nach 10 Stunden mit rundem Oberkörper. Entscheidend ist nicht die „perfekte“ Haltung, sondern der Wechsel.
Verändere regelmäßig deine Position und nimm eine Haltung ein, die sich für dich gut anfühlt. Ein Wecker kann dir helfen, dich daran zu erinnern.
Idealerweise baust du zusätzlich kurze Bewegungspausen ein. Sie helfen dir nicht nur dabei, ein gutes Körpergefühl zu behalten, sie steigern auch nach längeren Ruhephasen wieder deine geistige Leistungsfähigkeit (4).
Bewegung ist ein zentrales Element für ein gesundes Leben. Probiere unterschiedliche Rhythmen, Sitzpositionen und Bewegungspausen aus. Am Ende wirst du ohnehin die Varianten beibehalten, die dir guttun und die sich in deinem Alltag umsetzen lassen.
Solltest du dennoch hartnäckige Beschwerden haben, die du selbst nicht in den Griff bekommst, kannst du mit Herodikos muskuloskelettale Schmerzen effektiv und häufig kostenfrei behandeln lassen. Dabei wirst du von einer Ärztin, einem Arzt oder einer Physiotherapeutin bzw. einem Physiotherapeuten begleitet. Mehr Informationen findest Du hier.
Ein Beitrag von: Tobias, Physiotherapeut bei Herodikos
Quellen: